Serlachius Museum Gösta

Ausgangspunkt und Grundlage des Museums bildet das ehemalige Gutshaus Joenniemi, in dem die Sammlungen der Gösta Serlachius Kunststiftung bereits seit 1945 gezeigt werden. Später wurde dann noch der neue Holzpavillon errichtet, dank dessen im Museum neben klassischen Werken fortan auch Gegenwartskunst und interessante Themenausstellungen präsentiert werden konnten.

Das Gutshaus wurde 1935 für Gösta Serlachius als Wohn- und Repräsentationshaus erbaut. Im unteren Stockwerk des von Jarl Eklund entworfenen roten Backsteingebäudes ist seit 1945 das Museum beheimatet. Es handelte sich damals um das achte Kunstmuseum Finnlands. Seit 1984 wird das gesamte Gebäude als Kunstmuseum genutzt. Die Sammlungen der Gösta Serlachius Kunststiftung enthalten Werke der sogenannten goldenen Periode der finnischen Malerei sowie alte europäische Gemälde, die in Finnland eher selten zu sehen sind.

Im Sommer 2014 wurde das Kunstmuseum Gösta durch einen Neubau erweitert. Dank des modernen Holzpavillons können heutzutage noch vielseitigere und größere Ausstellungen organisiert werden, als es vor der Erweiterung möglich war. Mit dem Erweiterungsbau erhielt das Kunstmuseum nicht nur moderne öffentliche Bereiche – Panoramarestaurant, Festsaal und Museumsshop –, sondern auch auf dem neuesten Stand ausgestattete Räume für die Lagerung und Konservierung von Kunstwerken.

Das Kunstmuseum Gösta bietet neben Ausstellungen auch ein vielfältiges Kulturangebot. Im Kivijärvi-Saal des Pavillons werden das ganze Jahr über Konzerte, Theatervorführungen und Seminare veranstaltet. Das Kunstmuseum Gösta bietet einen großartigen Rahmen für die Konzerte der jährlichen Musikfestspiele von Mänttä sowie für das Angebot des Mänttä Food Festivals. Im Kunstmuseum werden auch Privatveranstaltungen organisiert.

Im Park sind zahlreiche Skulpturen von Harry Kivijärvi zu sehen, welche die Gösta Serlachius Kunststiftung im Jahr 2011 als Schenkung von der Sammlungsstiftung Kivijärvi erhielt. Der Pavillon und die im Park angeordneten Skulpturen strukturieren die Landschaft und schaffen neue Räume und spannende Orte fürs Auge. Die Parkwege führen zur Brücke und weiter zur benachbarten Insel Taavetinsaari, die im Sommer ebenfalls mit Kunst aufwartet.

Das Kunstmuseum befindet sich auf dem kulturhistorisch wertvollen Gut Joenniemi am Ufer des Sees Melasjärvi. Der Park bildet seit den 1930er Jahren das Herzstück der Gutslandschaft. Der erste Parkentwurf stammte vom Gartenarchitekten Paul Olsson. Er wurde später im Jahr 1996 vom Studio der Landschaftsarchitektin Gretel Hemgård überarbeitet und aktualisiert. Dasselbe Büro übernahm auch die Überarbeitung des Parkentwurfs im Zusammenhang mit dem Pavillonbau im Jahr 2014.

Göstas Pavillon

Der im Jahre 2014 fertiggestellte Erweiterungsbau hat viele Prämien in Finnland und im Ausland gewonnen.