Serlachius museot

Kommen Sie ruhig
von weiter her

+358 (0)3 488 6800 | Gustaf, R. Erik. Serlachiuksen katu 2 | Gösta, Joenniementie 47 | Mänttä

Geöffnet im Winter 1.9.–31.5. Di-So 11–18 Uhr.

Sulje

+358 (0)3 488 6800 | Gustaf, R. Erik. Serlachiuksen katu 2 | Gösta, Joenniementie 47 | Mänttä

Geöffnet
Im Winter 1.9.–31.5. Di-So 11–18 Uhr
Im Sommer 1.6.–31.8. täglich 10–18 Uhr
Geschlossen 6.12., 24.–25.12., 31.12., 25.3. und 30.4.

Kommen Sie ruhig
von weiter her

Perle des Monats

Akseli Gallen-Kallela: Problem (Symposion), 1894.

Hier das Bild vergrößern

  • Gallen-Kallela-Probleemi_1.jpg

März 2019

Akseli Gallen-Kallelas Problem (Symposion), 1894

Eric O. W. Ehrström hat das Werk Problem von Akseli Gallen-Kallela folgendermaßen beschrieben: „Die drei großen Seelen und die edlen Geister haben sich zusammengeschlossen, um über den Alltag hinaus zu wandern, durch die unendlichen Räume und die unbewussten Höhlen des Unterbewusstseins, wo die unbekannten Ströme der Fantasie und der Kunst dahin gehen, wo die Wurzel des Eindrucks ist, das Problem der Wirkung und der Gegenwirkung… “

Das Werk wurde schließlich widersprüchlich aufgenommen. Seine Symbolik wurde nicht verstanden oder sie wurde unterschiedlich verstanden. Am Tisch mit Punschflaschen sitzen Jean Sibelius, Robert Kajanus und Oskar Merikanto mehr oder weniger betrunken. Der Künstler selbst steht links. Auf dem Tisch sitzt eine enthäutete weibliche Figur, von deren nur die skizzierten Beine und Hände, die um die Knie gebogen sind, erkennbar sind. Gallen-Kallela hatte mit einem Messer einen Teil des Gemäldes abgeschnitten, der Abscheu ausgelöst hatte. Die Frau hat man als Materie interpretiert, und die Silhouette des Geistes im Hintergrund wird in die Weltraumlandschaft gezeichnet. Es gibt auch eine biblische Interpretation der Arbeit, wonach die Figur von Christus im Hintergrund auftaucht.

In den frühen 1890er Jahren bildeten die im Gemälde dargestellten Künstler den Symposion-Kreis, der sich während den langen Abenden, angeführt von Getränken und Zigarren, mit Geistes- und Materiekämpfen auseinandersetzte. Es handelte sich um Momente, in denen sich der kurze Traum und die unendliche Ewigkeit des Lebens trafen.

Gallen-Kallela hat eine weitere, noch feiner bearbeitete und geschönte Version des Gemäldes gemalt, bei der die weibliche Figur durch Flügel ersetzt wurde, die sich über dem Verein erhoben hatten. Beide Versionen haben den Namen Symposion und Problem getragen.

In den Archiven der Serlachius Museen gibt eine Stellungnahme von Olga Ehrström vom 1935 darüber, wie Gallen-Kallelas Gemälde Symposium in den Besitz der Ehrströms gekommen ist. Gallén, Eliel Saarinen und Eric O. W. Ehrström reisten im frühen Winter am Anfang des 20. Jahrhunderts nach Kalela. Ehrström bemerkte, dass Telefon in Kalela in etwas eingewickelt war, das wie ein Gemälde aussah. Um das Telefon zu schützen, hat Gallen-Kallela es in ein Symposion-Gemälde eingewickelt, das zerknittert und in schlechtem Zustand war. Gallen-Kallela hat es Ehrström gegeben. Beim Festziehen des Gemäldes im Rahmen wurde festgestellt, dass es keinen schlimmeren Schaden erlitten hatte. „Seitdem ist es an unserer Wand gehangen, bis es im Februar 1935 für die Gedenkausstellung von Gallen-Kallela abgeholt wurde, die gerade in der Messehalle in Helsinki fertiggestellt wurde. Von dort wurde es direkt Gösta Serlachius überlassen, dem er jetzt gehört,“ schrieb Olga Ehrström.

Im Jahre 1927 unterzeichneten Gösta Serlachius und die Ehrströms eine Vereinbarung, in der Serlachius bedeutende Werke von Ehrström in Ratenkauf erhielt. Eines davon war das Gallen-Kallelas Symposium. Die Werke zogen schrittweise zu Serlachius über, die Letzten nach dem Tod von Eric O. W. Ehrström. Die Vereinbarung wurde getroffen, um die Wirtschaft des alternden Ehepaars Ehrström zu sichern.

Helena Hänninen
Kuratorin